Arbeitsorganisation

Die Arbeitsorganisation regelt im Einzelnen die Aufteilung der Gesamtarbeit einer Organisation auf die in der Organisation tätigen Arbeitspersonen. Hierbei findet unter inhaltlichen und zeitlichen Aspekten eine Untergliederung in Arbeitsaufgaben statt, die über Stellen und Positionen in die gesamte Aufbauorganisation (Hierarchie) eingebunden werden. Gleichzeitig werden Ablaufregeln des räumlichen und zeitlichen Interagierens der Arbeitspersonen und der Zusammenarbeit über die Ablauforganisation definiert. Die Rahmenbedingungen für eine wirtschaftliche und zugleich menschgerechte (humane) Arbeitsorganisation haben sich über die Phasen der Industrie- und Informations- bis zur heutigen Wissensgesellschaft grundsätzlich gewandelt. In diesem Kontext leiten sich Forschungs- und Entwicklungsfelder für die Arbeitswissenschaft ab, die insbesondere Fragen der Flexibilisierung von Arbeit, der lernenden Organisation sowie der organisationalen Entgrenzung nach außen über netzwerkartige Kooperationen in den Mittelpunkt stellen.

Aktuelle Forschungsschwerpunkte

Unternehmensnetzwerke

Arbeitswissenschaftliche Unterstützung des Aufbaus und der Etablierung überbetrieblicher Produktions- und Dienstleistungsnetzwerke unter den Aspekten einer lernförderlichen Arbeitsgestaltung und eines netzwerkbezogenen Wissensmanagements; Entwicklung innovationsförderlicher Unternehmens- und Netzwerkkulturen

Kompetenzentwicklung

Konzipierung und praktische Erprobung von Methoden und Werkzeugen zur Kompetenzentwicklung mit den Schwerpunkten des selbstgesteuerten und selbstorganisierten berufsbiografischen Lernens unter Nutzung der Gesamtheit möglicher Lernumgebungen, Lernmethoden und Lernebenen zur Sicherung von nachhaltiger Beschäftigungsfähigkeit (Employability); Trainingssequenzen zur überfachlichen Kompetenzentwicklung für partizipative Arbeitskonzepte

Neue Arbeits- und Beschäftigungsformen

Analyse, Bewertung und Gestaltung neuer attraktiver Arbeits- und Beschäftigungsformen im Rahmen der Debatte zur Zukunft der Arbeit z. B. über regionale Lern- und Personalpools und temporäre Arbeitszeitmodelle; Altersdifferenzierte und alternsgerechte Arbeits- und Beschäftigungsformen entlang der Lebensarbeitszeit und Erwerbsbiografie unter besonderer Berücksichtigung des demografischen Wandels.

Organisationale und individuelle Flexibilität

Untersuchungen zur Balance von Flexibilität, Stabilität, sozialer Sicherheit und Qualität der Arbeit in einer sich wandelnden Arbeitswelt; Entwicklung flexibler Personaleinsatzlösungen unter Nutzung interner und externer Flexibilisierungsstrategien; Erarbeitung von Gestaltungslösungen unter räumlichen, zeitlichen, funktionalen, numerischen und entgeltdifferenzierenden Aspekten (z. B. unter Nutzung der Instrumente Arbeitszeitkonten, Sabbatical, gleitende vorzeitige Pensionierung, Zeitarbeit, befristete Arbeitsverträge, Werkverträge, Gleitzeitmodelle, virtuelle Teams, Telearbeit, monetäre und nicht monetäre Anreize, etc.)

Ausgewählte Projektschwerpunkte

  • Innovationsfähigkeit vor dem Hintergrund des demografischen Wandels
  • Entwicklung innovationsförderlicher Unternehmenskulturen
  • Arbeitgeberattraktivität aus arbeitswissenschaftlicher Perspektive
  • Flexible Personaleinsatzlösungen durch Personal- und Lernpools
  • Diversity-Management im Kontext des demografischen Wandels

Letzte Änderung: 21.02.2019 - Ansprechpartner: Dipl.-Ing. Ulrich Brennecke