OpenLab Day

Um es Studierenden und Universitätsangehörigen zu ermöglichen, eigene Produkt-, Prozess oder Dienstleistungsideen mit Hilfe fachlicher Betreuung umzusetzen, wurden an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg zwei weitere sogenannte ego.-INKUBATOREN, das AWI-Lab und das IP-LogMo, eröffnet. Mit einem OpenLab Day wurden die technologisch hochmodernen MakerLabs am 15. Oktober 2018 auf dem Universitätscampus eingeweiht. openlab1

„Die MakerLabs der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg fördern nicht nur das Gründertum in Sachsen-Anhalt, sondern sie steigern auch die Attraktivität der MINT-Studiengänge an der Universität Magdeburg durch die Verzahnung mit Studierendenprojekten oder Abschlussarbeiten und fördern so die Kreativität und Praxisnähe der Absolventen und Absolventinnen“, unterstreicht Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljan, Rektor der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.

Das AWI-Lab bietet eine vielfältige Infrastruktur zur Umsetzung innovativer Ideen im Bereich der Montage, Pflege oder Kommunikation/ Interaktion.
Wie zunehmend durch Digitalisierung geprägte Arbeitsprozesse in Pflegeeinrichtungen, Unternehmen oder Schulen wirtschaftlich, aber dennoch humangerecht zu gestalten sind, können gründungsinteressierte Studierende sowie wissenschaftlich Mitarbeitende des Landes Sachsen-Anhalt im AWI-Lab unter Laborbedingungen erproben. In diesem arbeitswissenschaftlichen Labor zur Förderung von Gründungen im Bereich „Innovative Arbeitswelt 4.0“ können zum Beispiel digitale Assistenzsysteme in Arbeitsprozessen so gestaltet werden, dass sie sich an die Bedürfnisse, Qualifikationen und Vorlieben der jeweiligen Mitarbeiter anpassen lassen. Das AWI-Lab besteht aus drei räumlich voneinander getrennten Laboren, in denen jeweils ein Arbeitsszenario abgebildet wird: die Montage, die Pflege sowie die Kommunikation. Für jedes dieser Szenarien stehen modernste Arbeitsmittel zur Verfügung, wie ein kollaborativer Roboter, ein den Körper entlastendes Exoskelett und innovative Hologramm-Brillen. openlab2

„Der aktuell gesellschaftlich breit geführte Diskurs über die ‚schöne neue digitale Arbeitswelt‘ hat uns bestärkt, dieses AWI-Lab zu konzipieren und aufzubauen“, betont die Projektleiterin des AWI-Labs, Dr. Sonja Schmicker vom Lehrstuhl für Arbeitswissenschaft und Arbeitsgestaltung. „Vor allen Dingen waren es Anfragen regionaler Unternehmen aus ganz verschiedenen Branchen, die digitale Werkzeuge zur Optimierung ihrer Arbeitsprozesse einsetzen wollen, damit aber oftmals überfordert sind. Aufgrund der demografischen Herausforderungen ist die Pflegebranche einer besonderen Dynamik ausgesetzt. Der zunehmende Fachkräftemangel führt zu einer deutlichen Zunahme der psychischen Belastungen bei überdurchschnittlich hoher körperlicher Schwere der Arbeit. Hier können digitale Assistenzsysteme z. B. zur Pflegedokumentation, aber auch zur Verbesserung der Kommunikation zwischen Pflegenden und zu Pflegenden sowie Familienangehörigen helfen.“ Inzwischen haben 28 Studierende vorwiegend der Ingenieurwissenschaften und der Psychologie die Infrastruktur und die fachliche Betreuung durch den Lehrstuhl für Arbeitswissenschaft und Arbeitsgestaltung sowie Erfahrungen der Praxisexperten genutzt. Weitere 12 Studierende haben sich aktuell für das neue Wintersemester angemeldet. openlab3

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Letzte Änderung: 21.02.2019 - Ansprechpartner: Dipl.-Ing. Ulrich Brennecke